AMBERG.MUSEUM

davor, dazwischen, dahinter | Hans Lankes

11.04.2019 bis 02.06.2019


Hans Lankes Messerschnitte sprengen den Rahmen des bekannten Papierschnitts auf radikale, sehr persönliche und gegenwärtige Weise. Oft sind seine Messerschnitte skulpturale Objekte, deren Präsentation eine intensive, unmittelbare Qualität innewohnt. Vor den Cutouts und in den Installationen von Hans Lankes finden sich die Betrachter inmitten eines hochästhetischen Spannungsfeldes. Es geht um das Verständnis von Realität und Traum, genauso wie um die Beziehung von Materie und Transzendenz. Freies Experimentieren und akribische Genauigkeit wechseln sich ab und lassen uns Erlebens- und Interpretationsmöglichkeiten. Lankes geht es nie um Behauptungen, viel mehr, sagt er, er möchte „Räume öffnen und Sichtweisen freilegen“.

Es gibt immer ein Davor, ein Dazwischen und ein Dahinter.

Mit Messerschnitten, die wie Körper sind und als Objekte, die tatsächlich farbige Lichter und/oder dunkle Schatten erzeugen, erkundet der Künstler von den Wänden aus den Raum (wie etwa 2017 auf einer 80 qm großen Wand im Kunstraum Nestroyhof in Wien). Je nach Lichteinstrahlung, ob bei Tageslicht oder künstlicher Beleuchtung, erstrahlen die Messerschnitte dreidimensional. Zum Teil definieren sich die Messerschnitte allein durch ihre Schatten, der weiße Karton wird an der weißen Wand erst durch seinen farbigen Schatten sichtbar. Was gezeigt wird sind vibrierende Konstellationen, Transformationen vom Unsichtbaren ins Sichtbare.

2017 wurden Hans Lankes Arbeiten u.a. in Einzelausstellungen in Wien, Würzburg, Regensburg, Unna/Dortmund und Radolfzell gezeigt. 2018 konnte man Messerschnitte von Hans Lankes z. B. im Museum August Macke Haus in Bonn, in Landshut, Görlitz, Bremerhaven, Straubing, Salzburg und Wien sehen.
(Regina Hoff)

Künstler-gespräch

Sonntag, 19.05.2019, 11:00 Uhr
Moderation: Peter Geiger

Eintritt: frei

"Black Cloud 4", Messerschnitt, Foto: Hans Lankes

"Black Cloud 4", Foto: Hans Lankes

Porträt Hans Lankes, Foto: Jürgen Weller

Hans Lankes, Foto: Jürgen Weller

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