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Amberger Fayencen und Steingutwaren


Anfänge in Amberg

1759 erhält Simon Hezendörfer die kurfürstliche Konzession zur Errichtung einer Fayencemanufaktur. Der Betrieb wird in einem Gartenhaus vor dem Ziegeltor eingerichtet. Um 1790/95 stellt man die Produktion von Fayence- auf Steingutwaren um. In Amberg dürften somit die ersten Geschirre aus Steingut in der Oberpfalz entstanden sein.

1843 kauft sich Eduard Kick als Teilhaber in das Unternehmen ein, das er drei Jahre später ganz übernimmt. Die Firma erlebt ihre größte Blüte in den Jahren 1850 bis 1880. Nachdem Kick 1880 kinderlos stirbt, geht die Fabrik über an seinen Schwager Wenzeslaus Rasel, später an dessen Söhne. Gegen die Konkurrenz von Porzellan und Emailwaren können sich die Steingutprodukte zu Beginn des 20. Jahrhunderts nicht mehr behaupten. Die Steingutfabrik wird 1911 geschlossen.

 

Rohstoff aus der Region

Weiterhin geht es um den wichtigsten Rohstoff zur Herstellung von Steingut und Porzellan, das Kaolin. Das als "Gold der Oberpfalz" bezeichnete Kaolin wird auch heute noch wie vor 150 Jahren im Abbaugebiet Schnaittenbach gefördert. Die Herstellung von Steingutgeschirren, Verziertechniken und die kunstgeschichtliche Entwicklung von Form und Dekor der Steingutwaren werden anschaulich erläutert.

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