AMBERG.MUSEUM

Industriegeschichte


Blick auf ein Gemälde mit einer Ansicht der Luitpoldhütte.
Foto: Stadtmuseum Amberg

Bis 1800 lebt die Bevölkerung vorwiegend von Handwerk und Landwirtschaft oder als Mitarbeiter in kleinen Betrieben und Manufakturen. Durch die industrielle Entwicklung, vor allem nach dem Anschluss Ambergs an das Eisenbahnnetz 1859, wird für einen Großteil der Einwohner anstelle von Werkstatt und Hof die Fabrik zum Arbeitsplatz. Durch den Zustrom der ländlichen Bevölkerung, die in den neuen Betrieben Arbeit sucht, wächst die Einwohnerzahl beträchtlich.

Beim Thema "Industrie gestern und heute" ist dem Amberger Erzbergbau und der Eisenindustrie des 19. Jahrhunderts beispielhaft ein modernes Industrieunternehmen gegenüber gestellt.

In Amberg sind immer wieder eisen- und blechverarbeitende Betriebe angesiedelt. Ab 1801 die Gewehrfabrik, die Luitpoldhütte und ab 1872 die Emailwarenfabrik Baumann. Auch glasverarbeitende und glasveredelnde Industrie gibt es in Amberg. 1927 lassen sich zwei Betriebe nahe der Bahnlinie nieder: das Bleikristallwerk (später Glaswerk Rosenthal) und die Amberger Flaschenhütte (bis 1980).

Die ab 1806 "königlich bayerische" Gewehrfabrik ist der früheste Industriebetrieb Ambergs. Die einzige Gewehrfabrik Bayerns arbeitet von 1801 bis 1919 vorwiegend für die Bewaffnung der Bayerischen Armee. 1914 bis 1918 sind hier zeitweise bis zu 4.000 Mitarbeiter tätig. Es werden die Bedeutung für die Stadt sowie Firmengeschichte, Sozialeinrichtungen und das Leben der Arbeiterinnen und Arbeiter dokumentiert.
 

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